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KI für Unternehmen 2026: Wo sie im Mittelstand Zeit spart

KI für Unternehmen spart im Mittelstand vor allem dort Zeit, wo sich Büroarbeit wiederholt: E-Mails beantworten, Angebote vorbereiten, Rechnungen erfassen, Wissen finden. Erst rund jedes vierte Unternehmen ab zehn Beschäftigten nutzte 2025 KI. Der Einstieg gelingt mit einem geschäftlichen Zugang, klaren Regeln für Ihr Team und einer Aufgabe, deren Ergebnis ein Mensch freigibt.1

Postfach, Angebot und Wissenssuche als Strichsymbole, über eine Linie verbunden mit einem hervorgehobenen Chip.
Abbildung 1Wo KI im Büro ansetzt: bei wiederkehrenden Aufgaben. Schematische Darstellung.
Inhalt16 Kapitel

„Bevor wir über Werkzeuge sprechen, sehen wir uns die Arbeit an, die jede Woche wiederkehrt. Dort entsteht der Nutzen, und dort lässt er sich messen. Bis ein Ablauf sich bewährt hat, bereitet das System vor und ein Mensch gibt frei.“

Benjamin Wünsche, CEO & SystemarchitektAus der Praxis

Was bringt KI für Unternehmen im Mittelstand?

KI für Unternehmen bringt am meisten, wenn sie Arbeit übernimmt, die jede Woche gleich abläuft. Eine einzelne Frage an einen Chat spart ein paar Minuten. Ein Ablauf, der täglich Anfragen sortiert oder Angebote vorbereitet, spart sie jeden Tag aufs Neue.

Im Betrieb begegnet Ihnen KI in drei Formen. Als Assistent schreibt und recherchiert sie auf Zuruf. In vorhandener Software steckt sie oft schon, etwa in Office-Programmen oder der Buchhaltung. In automatisierten Abläufen verbindet sie Postfach, Tabellen und Fachprogramme, ohne dass jemand jeden Schritt anstößt.

Ein fiktives Beispiel: Ein Handwerksbetrieb mit kleinem Büro bekommt seine Anfragen per E-Mail. Eine Kollegin sucht Preise in Excel zusammen, schreibt das Angebot in Word und trägt eine Erinnerung in den Kalender ein. Bereitet ein KI-Ablauf den Entwurf vor, kontrolliert sie nur noch Preise und Ton und schickt ab.

Wie viele Unternehmen im Mittelstand nutzen KI schon?

Laut Statistischem Bundesamt nutzte 2025 gut ein Viertel der Unternehmen ab zehn Beschäftigten KI. Je kleiner der Betrieb, desto seltener ist sie im Einsatz. Große Unternehmen setzen sie mehr als doppelt so häufig ein wie kleine.1

Für KMU heißt das: Wer jetzt anfängt, ist nicht spät dran. Mehr als drei Viertel der Betriebe mit 10 bis 49 Beschäftigten arbeiten noch ohne KI. Wer sie nutzt, wertet damit am häufigsten Texte aus oder erzeugt Bilder, Videos und Ton.1

Tabelle 1Anteil der Unternehmen, die KI nutzen (2025, Unternehmen ab 10 Beschäftigten)

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BeschäftigteAnteil mit KIAnders gesagt
Alle Größen26 %Gut jedes vierte Unternehmen
10 bis 4923 %Knapp jedes vierte
50 bis 24936 %Mehr als jedes dritte
250 und mehr57 %Mehr als jedes zweite

Quellen zur Tabelle1

Wo spart KI im Büro am meisten Zeit?

Dort, wo dieselbe Arbeit oft anfällt und sich das Ergebnis leicht beurteilen lässt. Das trifft auf viele Aufgaben zwischen Posteingang und Zahlungseingang zu. Die Tabelle zeigt typische KI-Projekte im Mittelstand und wo die Grenze zwischen Vorbereitung und Entscheidung verläuft.

Wie viel Zeit das im einzelnen Betrieb spart, zeigt erst eine Messung. Deshalb nennen wir hier keine Prozentwerte, die für jeden Betrieb gelten sollen. Wie sich wiederkehrende Abläufe automatisieren lassen, erklären unsere Beiträge zu Automatisierung, Buchhaltung und Vertrieb.

Tabelle 2Wo KI im Büro Zeit spart (redaktionelle Orientierung)

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AufgabeKI bereitet vorMensch entscheidet
PostfachSortiert Anfragen, erkennt das Anliegen, schlägt Antworten vorHeikle Antworten, Beschwerden, Kulanz
AngeboteSucht Preise und Textbausteine zusammen, erstellt den EntwurfPreis, Rabatt und Versand des Angebots
RechnungseingangLiest Rechnungen aus, ordnet sie Bestellungen zu, meldet AbweichungenAbweichungen und Zahlungsfreigabe
MahnwesenErkennt offene Posten und erstellt ZahlungserinnerungenÜbergabe an das Inkasso, Kulanz bei Stammkunden
ProtokolleFasst Besprechungen zusammen und leitet Aufgaben abWas verbindlich vereinbart ist
WissenssucheFindet Antworten in Handbüchern, Verträgen und alten Vorgängen, mit FundstelleOb die Antwort im Einzelfall passt
VertriebBereitet Gespräche vor und fasst den bisherigen Kontakt zusammenGespräch, Angebot und Beziehung

Siehe auch

Welche Abläufe sich zuerst automatisieren lassenKI in der Buchhaltung: was heute verlässlich läuftKI im Vertrieb: wo sie im B2B hilft

Welche Aufgaben sollten beim Menschen bleiben?

Alles, wobei Beziehung, Urteil oder Verantwortung zählen. Das Gespräch mit einem verärgerten Kunden, eine Kündigung oder eine rechtlich heikle Zusage gehören nicht in einen automatischen Ablauf. KI kann solche Fälle vorbereiten, die Entscheidung trifft ein Mensch.

Legen Sie diese Grenze vor dem Start fest. Bei uns bestimmt der Kunde, welche Kategorien nie ohne Freigabe laufen. Das können bestimmte Kunden sein, Beträge ab einer festen Schwelle oder alles, was Personal betrifft.

Auch der Gesetzgeber zieht hier eine Linie. Der AI Act stuft KI für die Auswahl von Bewerbern und die Bewertung von Leistung als hohes Risiko ein.11

Welche KI-Lösungen gibt es für Unternehmen?

Statt einer Rangliste hilft eine Einteilung nach Art. Ob ein KI-Tool für Unternehmen passt, hängt davon ab, welche Aufgabe es übernimmt und mit welchen Daten es arbeitet. Die genannten Anbieter sind Beispiele, keine Empfehlung.

Für den Einstieg reicht meist ein Chat-Assistent mit geschäftlichem Zugang. Der größere Hebel liegt in Abläufen, die KI mit Ihren vorhandenen Programmen verbinden. Dort verschwindet Arbeit, statt nur schneller erledigt zu werden.

Arbeitet Ihr Team mit Microsoft 365, liegt Copilot nahe. Welche Modelle dort laufen und wo die Daten verarbeitet werden, hängt auch von Einstellungen im Microsoft 365 admin center ab. Modelle von Anthropic sind in Copilot derzeit von der EU-Datengrenze ausgenommen.7

Tabelle 3KI-Lösungen nach Art (Beispiele, keine Empfehlung)

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ArtBeispielePasst für
Chat-AssistentChatGPT Business, Claude TeamTexte, Recherche und Zusammenfassungen im Arbeitsalltag
KI in OfficeMicrosoft CopilotTeams, die ohnehin in Word, Excel, Outlook und Teams arbeiten
KI-PlattformLangdock, nele.aiTeams, die mehrere Modelle unter einer Oberfläche nutzen wollen
Automatisierungn8n, Make, ZapierAbläufe zwischen Postfach, Tabellen und Fachprogrammen
Wissens-KIInterne Suche über eigene DokumenteAntworten aus Handbüchern, Verträgen und alten Vorgängen
KI-AgentAgenten in Copilot Studio oder in eigenen AbläufenAufgaben mit mehreren Schritten und klaren Grenzen
EntwicklungClaude Code, CodexTechnische Teams, die Software bauen oder pflegen

Quellen zur Tabelle457

Siehe auch

Microsoft Copilot und DatenschutzClaude Code mit EU-Verarbeitung nutzen

Was kostet KI im Unternehmen?

Geschäftliche Zugänge kosten pro Nutzer und Monat etwa so viel wie ein übliches Software-Abo. Die Tabelle zeigt drei Beispiele mit den Listenpreisen der Anbieter. Langdock steht dabei für Plattformen, die mehrere Modelle bündeln.456

Die Lizenz ist selten der größte Posten. Dazu kommen Einrichtung, Anbindung an Ihre Programme, Pflege und eine Einweisung des Teams. Diese Posten hängen vom Vorhaben ab, deshalb nennen wir dafür keine Pauschale.

Claude weist seine Preise nur in US-Dollar und ohne Steuern aus, Langdock zuzüglich Umsatzsteuer. Weitere Anbieter und ein Rechenbeispiel für ein ganzes Team stehen im Leitfaden zu ChatGPT und Claude.56

Tabelle 4Was KI-Zugänge kosten: Listenpreise pro Nutzer und Monat (Stand 4. Oktober 2026)

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AngebotJährliche ZahlungMonatliche Zahlung
ChatGPT Business21 €26 €
Claude Team20 US-$25 US-$
Langdock Business23,20 € zuzüglich Umsatzsteuer29,00 € zuzüglich Umsatzsteuer

Quellen zur Tabelle456

Siehe auch

Alle Preise und Zugänge im Leitfaden zu ChatGPT und Claude

Darf Ihr Team KI datenschutzkonform nutzen?

Ja, wenn der Zugang zum Einsatz passt. Sobald personenbezogene Daten im Spiel sind, verlangt Art. 28 DSGVO einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung mit dem Anbieter, kurz AVV. OpenAI schließt ihn für ChatGPT Business, Enterprise und die API, Anthropic für Claude Team, Enterprise und die API.8910

Private Konten wie ChatGPT Plus oder Claude Pro bieten keinen solchen Vertrag. Nutzt Ihr Team sie für Kundendaten, fehlt die Grundlage. Zum geschäftlichen Zugang gehören außerdem ein Eintrag im Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten, klare Regeln und bei US-Anbietern eine Grundlage für die Übermittlung.8910

Wo ChatGPT und Claude Ihre Daten verarbeiten und welcher Weg zu Ihren Daten passt, erklärt unser Leitfaden Schritt für Schritt. Dort finden Sie auch die Pflichten aus der DSGVO im Einzelnen.

Siehe auch

ChatGPT und Claude DSGVO-konform nutzen

Was verlangt der EU AI Act von Ihrem Unternehmen?

Wer KI im Betrieb einsetzt, ist nach der KI-Verordnung der EU ein Betreiber. Für die meisten Büroaufgaben bleiben die Pflichten überschaubar. Seit dem 27. Juli 2026 gilt die Verordnung in der Fassung des sogenannten Digital Omnibus.1112

Die oft als Schulungspflicht bezeichnete Pflicht zur KI-Kompetenz aus Art. 4 bleibt, wurde aber abgeschwächt. Unternehmen ergreifen Maßnahmen, die die KI-Kompetenz ihrer Beschäftigten unterstützen, ein bestimmtes Niveau müssen sie nicht garantieren. Ein eigenes Bußgeld dafür sehen weder der AI Act noch das deutsche Durchführungsgesetz vor.111213

Die Aufsicht liegt in Deutschland bei der Bundesnetzagentur. Strenger wird es, wenn KI über Menschen entscheidet, etwa bei Bewerbungen. Für solche Hochrisiko-Fälle gelten zusätzliche Pflichten ab Dezember 2027.111213

Tabelle 5AI Act: Pflichten für Unternehmen, die KI einsetzen (Stand Oktober 2026)

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PflichtGilt abBedeutung für Betreiber
Verbote (Art. 5)2. Februar 2025Bestimmte Anwendungen sind untersagt, etwa Emotionserkennung am Arbeitsplatz
KI-Kompetenz (Art. 4)2. Februar 2025, abgeschwächt seit 27. Juli 2026Maßnahmen, die die KI-Kompetenz der Beschäftigten fördern
Transparenz (Art. 50)2. August 2026Kennzeichnung täuschend echter Inhalte und bestimmter KI-Texte für die Öffentlichkeit
Hochrisiko (Anhang III)2. Dezember 2027Zusätzliche Pflichten, etwa bei Bewerberauswahl oder Leistungsbewertung

Quellen zur Tabelle1112

Siehe auch

Was Art. 4 AI Act seit 2026 verlangt

Braucht Ihr Unternehmen eine KI-Richtlinie?

Der AI Act verlangt sie nicht ausdrücklich. Eine Richtlinie ist aber der einfachste Weg zu klaren Regeln und zu den Maßnahmen, die Art. 4 erwartet. Sie legt fest, welche Werkzeuge erlaubt sind, welche Daten hineindürfen und wer Ergebnisse freigibt.12

Für den Alltag hilft eine einfache Ampel. Grün sind Texte ohne Personenbezug, gelb übliche Kunden- und Mitarbeiterdaten in einem geschäftlichen Zugang. Rot sind besonders sensible Daten, die erst nach gesonderter Klärung in ein KI-Werkzeug gehören.

Siehe auch

KI-Richtlinie mit Muster

Was hält Unternehmen vom KI-Einsatz ab?

Von den Unternehmen ohne KI hat jedes fünfte den Einsatz schon erwogen. Nach ihren Gründen gefragt, nennen sie vor allem fehlendes Wissen, unklare Rechtsfolgen und Datenschutz. Zu hohe Kosten folgen erst mit deutlichem Abstand.23

Für jede dieser Hürden gibt es einen konkreten Weg. Die letzte Spalte zeigt, wo Sie ansetzen können. Die Kapitel davor gehen auf Recht und Datenschutz genauer ein.

Tabelle 6Gründe gegen KI bei Unternehmen, die sie erwogen, aber noch nicht genutzt haben (2025, Auswahl)

Tabelle seitlich scrollen

GrundAnteilIhr Weg
Fehlendes Wissen72 %Kurze Einweisung und ein erster Anwendungsfall mit Begleitung
Rechtsfolgen unklar62 %KI-Richtlinie und Überblick über den AI Act
Datenschutz60 %Geschäftlicher Zugang mit AVV und klaren Regeln
Inkompatibilität45 %Anbindung an vorhandene Programme statt einer Insellösung
Datenlage44 %Mit einem Bereich beginnen, dessen Daten schon geordnet sind
Zu hohe Kosten32 %Mit einer Aufgabe starten und das Ergebnis messen

Quellen zur Tabelle3

Wie führen Sie KI im Unternehmen in fünf Schritten ein?

Die Reihenfolge verhindert, dass Sie Lizenzen kaufen, bevor klar ist, wofür. Jeder Schritt baut auf dem vorigen auf.

  • Arbeit sichtbar machen: Halten Sie fest, welche Aufgaben jede Woche wiederkehren und wie viel Zeit sie binden. Ohne diesen Ausgangswert lässt sich später kein Ergebnis zeigen.
  • Aufgabe wählen: Beginnen Sie mit einer Aufgabe, die oft vorkommt, deren Ergebnis sich leicht beurteilen lässt und bei der ein Fehler wenig Schaden anrichtet.
  • Zugang und Regeln festlegen: Wählen Sie einen geschäftlichen Zugang, schließen Sie den AVV und halten Sie die Regeln in einer kurzen Richtlinie fest. Eine Einweisung des Teams gehört dazu.
  • Mit Freigabe starten: Die KI bereitet vor, ein Mensch kontrolliert und gibt frei. So lernt Ihr Team das Werkzeug kennen, und Fehler fallen auf, bevor sie Kunden erreichen.
  • Messen und ausweiten: Vergleichen Sie nach einigen Wochen mit dem Ausgangswert. Läuft die Aufgabe zuverlässig, nehmen Sie die nächste dazu.

Wann darf ein KI-Ablauf selbstständig laufen?

Erst wenn er gezeigt hat, dass er zuverlässig arbeitet. Bis dahin bereitet das System vor, und ein Mensch gibt frei. Wir orientieren uns dabei an festen Schwellen, die Tabelle zeigt sie im Einzelnen.

Die Regel ist eine Orientierung aus der Praxis und keine Garantie für jedes System. Je nach Risiko und Vorgabe des Kunden fällt sie strenger aus. Kritische Vorgänge bleiben markiert, bis jemand diesen Status bewusst aufhebt.

Tabelle 7Wann ein Ablauf selbstständig laufen darf (Orientierungsregel bei AK)
RegelBedeutung
DurchläufeMindestens 80 von 100 Fällen korrekt
SerieDie letzten 20 Durchläufe am Stück korrekt
RückstufungNach einem relevanten Fehler im Regelfall drei menschliche Freigaben, bevor der Vorgang wieder allein läuft
KritischEin als kritisch markierter Vorgang bleibt es, bis der Status bewusst aberkannt wird
AusschlussDer Kunde legt mit uns fest, welche Kategorien nie automatisch entschieden oder versendet werden

Wie sieht ein automatisierter Ablauf im echten Betrieb aus?

Ein Beispiel aus unserer Arbeit ist WDVS-Direkt. Untersucht wurde dort ausschließlich das Rechnungswesen, mit Outlook, Excel, Lexware Office und der bestehenden Microsoft-Umgebung. Angebote entstanden vorher von Hand, die Nachverfolgung lag teils in Kalendern, Blöcken und Excel.

Heute entstehen Angebote automatisch, und die digitale Annahme stößt die Auftragsbestätigung an. Fehlen Informationen oder weicht etwas ab, entstehen Erinnerungen und Aufgaben. Das Mahnverfahren läuft automatisiert bis zur Übergabe an das Inkasso, die ein Mensch freigibt.

Die Werte in der Tabelle beruhen auf einer Messung von Januar bis Juli 2026, auf ein Jahr hochgerechnet. Sie gelten für diesen einen Betrieb und dieses eine Aufgabenfeld. Gebaut wurde individuell in der vorhandenen Umgebung, ergänzt um ein kleines Dashboard.

Tabelle 8Kundenfall WDVS-Direkt: Verwaltungsaufwand im Rechnungswesen
MerkmalWert
BereichAusschließlich Rechnungswesen
MesszeitraumJanuar bis Juli 2026, auf ein Jahr hochgerechnet
Vorher1.139 Stunden Verwaltungsaufwand pro Jahr
Nachher82 Stunden Verwaltungsaufwand pro Jahr
BleibtWöchentliche Kontrollen sowie Ausnahmen und Freigaben durch Menschen

Siehe auch

Der Fall WDVS-Direkt im Detail

Was sind KI-Agenten, und brauchen Sie sie schon?

Ein KI-Agent erledigt mehrere Schritte selbst und nutzt dafür Werkzeuge, etwa Postfach, Kalender oder eine Datenbank. Er beantwortet also keine einzelne Frage, er arbeitet eine Aufgabe ab.

Für den Einstieg brauchen Sie keinen Agenten. Er ist die Fortsetzung der Freigaberegel: Was als einzelner Ablauf zuverlässig läuft, kann später Teil einer längeren Kette werden. Je mehr ein Agent selbst entscheidet, desto genauer müssen seine Grenzen feststehen.

Siehe auch

KI-Agenten im Unternehmen

Wie machen Sie Firmenwissen mit KI nutzbar?

Viel Zeit geht in die Suche: nach dem letzten Angebot für einen Kunden, nach einer Klausel im Rahmenvertrag, nach der Anleitung für eine Maschine. Eine interne Unternehmens-KI durchsucht Ihre eigenen Dokumente und antwortet mit Fundstelle.

Zwei Punkte gehören von Anfang an dazu. Jede Antwort zeigt, woher sie stammt, damit Ihr Team sie nachvollziehen kann. Und die KI zeigt jedem Nutzer nur, was er auch ohne sie sehen dürfte.

Eine solche interne Unternehmens-KI, lokal bei Ihnen in der Firma, gehört zu den Lösungen, die wir bauen. Wie der Aufbau gelingt und was dabei für den Datenschutz gilt, beschreibt unser Beitrag zu Wissensmanagement mit KI.

Siehe auch

Wissensmanagement mit KI

Wie läuft eine KI-Beratung für Unternehmen bei AK ab?

Am Anfang steht nicht das Werkzeug, sondern die Arbeit, die heute Zeit bindet. Das Zeitfresser-Profil gibt eine erste Einordnung. Im kostenfreien Erstgespräch klären wir, ob ein kleiner, klarer Schritt reicht oder ob sich ein genauerer Blick lohnt.

Komplexen Betrieben mit mehreren Abteilungen bieten wir eine bezahlte Betriebsanalyse an, weil ein Fragebogen Übergaben und Sonderfälle nicht zuverlässig abbildet. Gemessen wird nur aktive Büroarbeit, ohne Pausen und ohne handwerkliche Ausführung. Am Ende erhalten Sie ein Handbuch, mit dem Sie die Vorschläge auch ohne uns umsetzen können.

Rechtliche, technische und datenschutzbezogene Anforderungen beziehen wir in den konkreten Ablauf ein, bevor etwas in Betrieb geht. Der Mensch bleibt dort, wo Urteil, Verantwortung oder eine Freigabe nötig sind.

Tabelle 9Der Weg zur KI im Betrieb bei AK (typische Dauer)

Tabelle seitlich scrollen

SchrittWas passiertDauer
ProfilZeitfresser-Profil online ausfüllenErgebnis direkt auf dem Bildschirm
ErstgesprächAusgangslage und nächsten Schritt klären, kostenfreiEtwa 30 Minuten
BetriebsanalyseNur bei komplexen Betrieben: Gespräche und Analyse vor OrtTypisch zwei bis fünf Werktage
MessungPseudonymisierte Messung der aktiven BüroarbeitTypisch zwei Wochen
AuswertungKonzept, Umsetzungsvorschläge und HandbuchRund zwei Wochen nach der Messung

Siehe auch

Unser Ansatz für weniger BüroarbeitZeitfresser-Profil starten

Quellen und Stand

Stand: 4. Oktober 2026. Dieser Beitrag bietet allgemeine Orientierung zum Einsatz von KI in Unternehmen in Deutschland und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall. Preise und Anbieterangaben ändern sich häufig.

  1. 1
    Statistisches Bundesamt: Unternehmen mit Nutzung von Technologien der künstlichen Intelligenz nach Beschäftigtengrößenklassen (neuer Tab)

    Berichtsjahr 2025, Unternehmen ab 10 Beschäftigten nach EU-Unternehmensbegriff: insgesamt 26 %, 10 bis 49 Beschäftigte 23 %, 50 bis 249 Beschäftigte 36 %, 250 und mehr Beschäftigte 57 %. Häufigste Technologien: Text Mining und Erzeugung von Bildern, Videos oder Ton mit je 52 % der Nutzer. Stand der Tabelle 24.11.2025, abgerufen am 04.10.2026.

  2. 2
    Statistisches Bundesamt: Reasons against the use of artificial intelligence technologies (englische Fassung) (neuer Tab)

    Berichtsjahr 2025: 20 % der Unternehmen, die KI noch nicht nutzen, haben ihren Einsatz in Betracht gezogen. Die englische Fassung der Tabelle nennt diese Bezugsgröße ausdrücklich. Abgerufen am 04.10.2026.

  3. 3
    Statistisches Bundesamt: Gründe gegen die Nutzung von Technologien der künstlichen Intelligenz nach Beschäftigtengrößenklassen (neuer Tab)

    Basis: Unternehmen, die KI in Betracht gezogen haben, sie bisher aber nicht nutzen. Fehlendes Wissen 72 %, Unklarheit über rechtliche Folgen 62 %, Datenschutz 60 %, Inkompatibilität mit vorhandenen Systemen 45 %, Verfügbarkeit oder Qualität der Daten 44 %, zu hohe Kosten 32 %, ethische Überlegungen 23 %, nicht sinnvoll 18 %. Stand 24.11.2025, abgerufen am 04.10.2026.

  4. 4
    ChatGPT: Preise (neuer Tab)

    Business, Standard-Benutzerlizenz, für Deutschland angezeigt: 21 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher, 26 € bei monatlicher Zahlung, ohne Angabe zur Umsatzsteuer. Abgerufen am 04.10.2026 im Browser.

  5. 5
    Claude: Preise (neuer Tab)

    Team, Standardplatz: 20 US-$ pro Platz und Monat bei jährlicher, 25 US-$ bei monatlicher Zahlung, für 2 bis 150 Nutzer, ohne Steuern. Abgerufen am 04.10.2026.

  6. 6
    Langdock: Preise (neuer Tab)

    Business, Standard-Lizenz mit KI-Modellen: 23,20 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher, 29,00 € bei monatlicher Zahlung, zuzüglich Umsatzsteuer, laut Preisrechner. Abgerufen am 04.10.2026 im Browser.

  7. 7
    Microsoft Learn: Anthropic models in Microsoft Online Services (neuer Tab)

    Anthropic-Modelle in Microsoft Copilot, Copilot Studio und den Microsoft-365-Apps sind derzeit von der EU Data Boundary ausgenommen. Ob sie genutzt werden, steuern Administratoren im Microsoft 365 admin center. Stand 18.09.2026, abgerufen am 04.10.2026.

  8. 8
    OpenAI: Enterprise privacy (neuer Tab)

    Zusatz zur Datenverarbeitung (Data Processing Addendum) für ChatGPT Business, ChatGPT Enterprise und die API. Stand der Seite 08.01.2026, abgerufen am 04.10.2026.

  9. 9
    Anthropic: Data Processing Addendum (neuer Tab)

    Teil der Commercial Terms für Claude Team, Enterprise und die API, gültig ab 24.02.2025, mit Standardvertragsklauseln (Module 2 und 3). Für Verbraucherkonten gelten eigene Bedingungen. Abgerufen am 04.10.2026.

  10. 10
    DSGVO: Artikel 28, 30 und 44 bis 46 (neuer Tab)

    Auftragsverarbeitung auf Grundlage eines Vertrags, Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten und Übermittlung in Drittländer.

  11. 11
    EU AI Act: Verordnung (EU) 2024/1689 (neuer Tab)

    Art. 3 Nr. 4 (Betreiber), Art. 5 (verbotene Praktiken, unter anderem Emotionserkennung am Arbeitsplatz), Art. 50 (Transparenz), Art. 113 (Geltung), Anhang III Nr. 4 (Beschäftigung und Personalmanagement). Abgerufen am 04.10.2026.

  12. 12
    Digital Omnibus zur KI: Verordnung (EU) 2026/1744 (neuer Tab)

    Vom 08.07.2026, veröffentlicht am 24.07.2026, in Kraft seit 27.07.2026. Neuer Art. 4: Maßnahmen zur Unterstützung der KI-Kompetenz, ohne für eine Person ein bestimmtes Niveau zu garantieren. Hochrisiko-Pflichten für Anhang III ab 02.12.2027, für Anhang I ab 02.08.2028. Abgerufen am 04.10.2026.

  13. 13
    KI-Marktüberwachungs- und Innovationsförderungsgesetz (KI-MIG) (neuer Tab)

    In Kraft seit 29.07.2026. § 2: Bundesnetzagentur als Marktüberwachungsbehörde. § 15: Bußgelder für Verstöße gegen Art. 21, 27, 45 und 86 der KI-Verordnung, nicht für Art. 4. Abgerufen am 04.10.2026.